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Alltagsbegleitung für Senioren

 

Betagte und hochbetagte Menschen, die im ländlichen Raum Sachsens zu Hause wohnen, können eine Begleitung im Alltag in Anspruch nehmen. Zu dieser Begleitung zählen zum Beispiel Besuche und kleine Hilfen im Alltag wie die Unterstützung beim Einkaufen, bei Kirchbesuchen, in der Bibliothek und am Computer. Auch die Teilnahme an gemeinsamen Veranstaltungen mit Senioren (Musiknachmittage, Ausflüge, Sport) ist möglich.

Eine Alltagsbegleitung kann kostenlos in Anspruch genommen werden und erfolgt unabhängig von gesetzlichen Pflegeleistungen. Sie wird von Kommunen, Vereinen und Kirchgemeinden des Wohnortes vermittelt, wenn diese entsprechende Alltagsbegleiterprojekte durchführen.

Die Alltagsbegleiterprojekte werden vom Freistaat Sachsen mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Seit 2013 unterstützt der Freistaat Sachsen darüber hinaus die Alltagsbegleitung durch Ruheständler mittels Landesförderung.

 

Altenhilfe in der Kommune

Ziel der Altenhilfe ist die Schaffung der Voraussetzungen, nach denen ältere Menschen selbständig und in einer von ihnen bestimmten Weise am Gemeinschaftsleben teilnehmen können. Sie ist so zu konzipieren, dass sie über den Personenkreis der älteren Menschen hinausreicht und der generationsspezifischen Trennung und Ausgrenzung entgegenwirkt.

Die Befugnis und die Aufforderung zum Tätigwerden hat der Gesetzgeber den Sozialhilfeträgern in § 71 Sozialgesetzbuch, Zwölftes Buch (SGB XII) übertragen. Der Inhalt dieser Vorschrift bildet die zentrale Grundlage für die kommunale Altenpolitik. Sie zählt nur beispielhaft die Leistungen auf, die solche der Altenhilfe darstellen. Hierzu gehören unter anderem:

  • Leistungen zu einer Betätigung und zum gesellschaftlichen Engagement, wenn sie von alten Menschen gewünscht wird,
  • Leistungen bei der Beschaffung und zur Erhaltung einer Wohnung, die den Bedürfnissen des alten Menschen entspricht,
  • Beratung und Unterstützung in allen Fragen der Aufnahme in eine Einrichtung, die der Betreuung alter Menschen dient,
  • Beratung und Unterstützung in allen Fragen der Inanspruchnahme altersgerechter Dienste,
  • Leistungen zum Besuch von Veranstaltungen oder Einrichtungen, die der Geselligkeit, der Unterhaltung, der Bildung oder den kulturellen Bedürfnissen alter Menschen dienen,
  • Leistungen, die alten Menschen die Verbindung mit nahe stehenden Personen ermöglichen.

Die Altenhilfe soll ohne Rücksicht auf vorhandenes Einkommen oder Vermögen geleistet werden, sofern im Einzelfall Beratung und Unterstützung erforderlich sind.

Antrag für Pflegeleistungen

Um Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen zu können, muss als erstes ein Antrag gestellt werden. Ein Antrag kann formlos, also auch per Telefon, bei der zuständigen Pflegekasse, die bei der Krankenkasse angegliedert ist, gestellt werden. Das dann übergebene Antragsformular muss ausgefüllt an die Pflegekasse zurückgeschickt werden. Die Leistungen werden vom Zeitpunkt der Antragsstellung gewährt, wenn der Antragsteller zu diesem Zeitpunkt bereits pflegebedürftig war. 

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Aktuelles

»Pro Pflege Sachsen«

Gesundheitsministerin Christine Clauß hat am 14. Mai 2014 mit Vertretern der Pflegekassen, der Leistungserbringer und des kommunalen Sozialverbandes das Positionspapier »Pro Pflege Sachsen« unterzeichnet. Näheres finden Sie hier:

Fragen und Hinweise

Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Wünsche zum Pflegenetz Sachsen haben, senden Sie uns bitte eine Nachricht.

Beratungsformular

Sie wünschen eine persönliche Pflegeberatung?

Füllen Sie bitte das Beratungsformular aus. Innerhalb von 48 Stunden sollte Ihre Pflegekasse Kontakt mit Ihnen aufnehmen.

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