Hauptinhalt

Aktuelle Entwicklungen

Im Zuge des demografischen Wandels ist das Thema Pflege ein besonderes Anliegen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die wichtigsten neuen Entwicklungen in diesem Bereich vor. Sie finden hier vor allem aktuelle Informationen zu Maßnahmen, Förderungen, Untersuchungen sowie Richtlinien des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zum Thema Pflege.

 

Gemeinsame Unterzeichnung der »Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland« durch Freistaat Sachsen und Kommunen

/
(© SMS/Rietschel)

null

Unterzeichner-Runde
/
(© SMS/Rietschel)
Charta-Urkunde mit Unterschriften
/
(© Rietschel/SMS)
Übers Sterben zu reden, hat noch niemanden umgebracht.

Nachdem das Sozialministerium bereits im Jahr 2016 die »Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland« unterzeichnet hat, wird nun die kommunalpolitische Unterstützung im Rahmen der Daseinsvorsorge in den Blick genommen. Mit der gemeinsamen Unterzeichnung der Charta durch den Freistaat Sachsen und die kommunalen Spitzenverbände, den Sächsischen Landkreistag und den Sächsischen Städte- und Gemeindetag, wird die nachhaltige Umsetzung dieser Nationalen Strategie in Sachsen weiter unterstützt. Dies dient einer vielfältigen und nachhaltigen Umsetzung der Charta vor Ort. Ziel ist es, die Versorgungsangebote in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und so allen Einwohnern bei Bedarf Zugang zu einer angemessenen Hospiz- und Palliativversorgung zu verschaffen. Gesundheitsministerin Petra Köpping betonte anläßlich der gemeinsamen Unterzeichnung der Charta am 12. Juli 2021 in Dresden: »Hoffentlich regen wir viele Kommunen, Institutionen und Privatpersonen an, die Charta ebenfalls zu unterzeichnen beziehungsweise sich für deren Ziele einzusetzen. Auch mir ist es ein wichtiges Anliegen, die Rahmenbedingungen für ein friedliches, schmerzfreies und selbstbestimmtes Lebensende zu verbessern.« 

 

Änderung der Anwendung der Betreuungsangeboteverordnung – Informationen für Nachbarschaftshelfer

Aufgrund der Coronapandemie hat sich das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt mit den Pflegekassen entschieden, temporär die Anwendung der Betreuungsangeboteverordnung zu ändern.

Die Betreuungsangeboteverordnung regelt die Voraussetzungen, unter denen Nachbarschaftshelfer für Pflegebedürftige tätig werden können.

Bis zum 30. September 2021 können nunmehr Nachbarschaftshelfer für Pflegebedürftige tätig werden, ohne den sonst notwendigen Kurs absolvieren zu müssen (eine Anerkennung bei der eigenen Pflegekasse ist dennoch notwendig).

Auf dem nachstehend verlinkten Merkblatt finden Sie nähere Informationen, wenn Sie sich für Pflegebedürftige engagieren wollen, indem Sie haushaltsnahe Dienstleistungen oder individuelle Hilfen im Alltag für diese erbringen. Sie können Pflegebedürftige beispielsweise mit der Übernahme der täglichen Einkäufe oder der Erledigung von Botengängen unterstützen.

Merkblatt: Information für Nachbarschaftshelfer

Wenn Sie bereits eine befristete Anerkennung bis zum 30. Juni 2021 erhalten haben, ist eine erneute Antragstellung bei der Pflegekasse erforderlich. 

 

Mai 2019: Das Pflegepaket Sachsen (6. Legislaturperiode)

Eine Pflegekräft hält die Hände einer älteren Person und es sind nur ihre Hände zu sehen © iStock / KatarzynaBialasiewicz

Die Weiterentwicklung und Gestaltung der Pflege ist für Sachsen ein wichtiger politischer Themenschwerpunkt. Mit dem Pflegepaket 2019 sollten die Rahmenbedingungen in der Pflege sowohl für Pflegebedürftige, deren Angehörige als auch für Fachkräfte verbessert werden. Grundlage für das Paket waren die Ergebnisse aus den Dialogreihen zur Pflege, die Handlungsempfehlungen des Berichts der Enquete-Kommission des Sächsischen Landtages zur pflegerischen Versorgung, der Sozialbericht Sachsen sowie die Pflegestatistik.

Für die 7. Legislaturperiode ist laut Koalitionsvertrag 2019 – 2024 Folgendes vorgesehen: »Wir machen uns die Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission Pflege zueigen und werden ein weiteres Pflegepaket schnüren.«

 

 

 

Gutes Leben im Alter – Sächsische Pflegedialoge

Pflege ist eine der großen und wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. In Sachsen sind bereits mehr als 200.000 Menschen pflegebedürftig. In den kommenden Jahren wird diese Zahl weiter steigen. Um Pflegebedürftige und Angehörige besser zu unterstützen, braucht es neue Ideen und Lösungsansätze. Deswegen hat das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz in allen 13 Landkreisen und kreisfreien Städten des Freistaats zum Gesprächsformat »Pflegedialoge Sachsen« eingeladen.

Von September 2018 bis Mai 2019 haben sich Akteure aus der Pflegepraxis, Politik und Gesellschaft ausgetauscht, um ihre Vernetzung voranzutreiben und den regionalspezifischen Blick auf das Thema Pflege zu stärken. Mehr als 600 Akteure im Pflegebereich sowie Betroffene und Angehörige haben sich an dem regionalen Format beteiligt. Es wurden mehr als 450 Anregungen, Ideen und Forderungen eingebracht. Der Austausch soll nun mit Pflegeschülern fortgesetzt werden. Die Ergebnisse der Gespräche sind wichtige Grundlage für das »Pflegepaket Sachsen«.

Die »Pflegedialoge Sachsen« – 13 regionale Veranstaltungen zu guter Pflege

 

Bericht der Enquete-Kommission zur pflegerischen Versorgung in Sachsen vorgelegt

Im Januar 2019 wurde der Abschlussbericht der »Enquete-Kommission Sicherstellung der Versorgung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege älterer Menschen im Freistaat Sachsen« übergeben (Landtagsdrucksache 6/15400). Mit dem Bericht liegt eine gute Grundlage vor, um die Pflege älterer Menschen in Sachsen weiterzuentwickeln. Die Kommission schlägt unter anderem Maßnahmen vor, mit denen pflegende Angehörige, ehrenamtlich Engagierte sowie professionelle Pflegekräfte bei ihrer täglichen Arbeit weiter unterstützt werden können. Ebenso enthalten sind Empfehlungen zur Finanzierung der Pflege. Die Empfehlungen des Berichts wurden bei der Entwicklung des »Pflegepakets Sachsen« maßgeblich berücksichtigt.

 

Neue Förderrichtlinie für Alltagsbegleiter

Eine Person hat ein Notitzbuch auf der Schoß und trägt sich etwas darin schriftlich ein © SMS

Zum 1. Januar 2019 trat die neue Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zur Förderung der Teilhabe und Unterstützung älterer Menschen in Kraft. Projektträger, die im Bereich der Alltagsbegleitung aktiv sind, können für ihre Vorhaben eine staatliche Förderung erhalten, wenn sie mindestens drei Personen als ehrenamtliche Alltagsbegleiter gewinnen und an den Personenkreis der zu Betreuenden vermitteln. Alltagsbegleiter stehen älteren Menschen ohne Pflegegrad in ihrem eigenen Haushalt unterstützend zur Seite. Für ihre ehrenamtliche Tätigkeit erhalten sie von einem Projektträger eine Aufwandentschädigung.

 

Die Woche der pflegenden Angehörigen

Zu sehen ist das Logo der Veranstaltungsreihe Pflegedialoge SachsenHerz

Die tägliche Arbeit pflegender Angehöriger erfordert viel Kraft, Engagement und Mitgefühl und verdient unser aller Wertschätzung. Mit einer »Woche der pflegenden Angehörigen« möchten wir diesen Einsatz – der oft genug im Stillen passiert – würdigen. Die »Woche der pflegenden Angehörigen« bietet pflegenden Angehörigen neben konkreten Unterstützungs- und Hilfsangeboten die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und untereinander auszutauschen.

Vom 26. bis 29. November 2018 fand erstmalig die »Woche der pflegenden Angehörigen« in Sachsen statt.

zurück zum Seitenanfang