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Nachbarschaftshelfer

Hände unterstützen beim Schuheanziehen © Sibylle Kölmel

Bereits seit 1. Januar 2014 können im Freistaat Sachsen auch Einzelpersonen als »niedrigschwelliges Betreuungsangebot« anerkannt werden. Nachbarschaftshelfer betreuen Pflegebedürftige stundenweise. Dabei aktivieren sie vorhandene Kompetenzen, stärken die Mobilität und strukturieren den Tagesablauf. Somit kann der Verbleib in der eigenen Häuslichkeit für die betroffenen Personen verlängert werden und die Angehörigen können entlastet werden. Seit dem 1. Januar 2016 können Nachbarschaftshelfer ebenfalls »Entlastungsleistungen« erbringen. Diese Betreuungs- und Entlastungsleistungen werden seit 2017 »Angebote zur Unterstützung im Alltag« genannt. Für die Nachbarschaftshilfe kann der Entlastungsbetrag nach § 45b Sozialgesetzbuch, Elftes Buch (SGB XI) in Anspruch genommen werden.

Um als Nachbarschaftshelfer anerkannt zu werden, müssen entweder ein Pflegekurs oder gleichwertige Erfahrungen beziehungsweise Kenntnisse in der Versorgung von Pflegebedürftigen nachgewiesen werden (zum Beispiel Nachweis einer entsprechenden beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit gegenüber der eigenen Pflegekasse). Die Kenntnisse müssen regelmäßig -  mindestens alle drei Jahre - durch die Teilnahme an einem anerkannten Kurs oder im Rahmen einer von den Pflegekassen anerkannten Tätigkeit aktualisiert werden.

Die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Unterstützung eines Nachbarschaftshelfers sowie weitere Informationen und Formulare erhalten Sie von Ihrer Pflegekasse.

Kontakt für Fragen

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Telefon: 0351 564-5990
ab 1. Februar 2019: 0351 564-55990

E-Mail: senioren@sms.sachsen.de

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